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Kinderosteopathie

In der Entwicklungsphase eines Säuglings bzw. eines Kleinkindes sind die Knochen ständig in Bewegung. Gerade Kinder aller Altersstufen weisen eigenständige Probleme auf, sie können nicht einfach als kleine Erwachsene betrachtet werden. Die Kinderosteopathie behandelt Störungen, welche aus diesen Veränderungen entstehen können. 

In der Kinderosteopathie ist das anatomische Verhalten und Kenntnisse in den Saugling bzw.Kleinkind-Entwicklungsphasen die Grundlage für eine optimale Behandlung. Die Schädelknochen sind ständig in Bewegung, weil sie sich dem Wachstum des Gehirns anpassen (vergrössern und zusammenwachsen).

Die Indikationen für osteopathische Behandlungen sind verschieden. Hier einige Beispiele :

  • Asymmetrische Haltung / Tortikollis
  • Bewegungsarmut / hektisch-unruhiges bewegen
  • Bauchkrämpfe
  • Gesichtshämatome
  • Hals-Nase-Ohren-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Plagiozephalie (abnormale Kopfform oder Schädelfehlbildung)
  • Schluck-/ Saugprobleme
  • Schnelle / verlangsamte / schwierige Geburten
  • Schlafstörungen
  • während des Stillens schniefen und niesen auftreten (nasale Kongestion) ev. verursacht durch Hinterhauptslage

Behandlung und Wirksamkeit der Osteopathie bei Säuglingen/kleinen Kindern und heranwachsenden Kindern

Hier eine kurze Darstellung was für mögliche Folgeproblemen auftreten können nach einem nicht gelösten Geburtstrauma, die beim Säugling beginnen und das ganze Leben hindurch anhalten können. Die nachfolgende Auflistung ist nicht erschöpfend es soll eine Vorstellung geben welche Bereiche in erster Linie betroffen sein können.

Im Säuglingsalter kann die Nahrungsaufnahme schwierig sein dies kann zu Verdauungsproblemen, wie z.B. Koliken und übermässigen schreien führen. Dies wiederum kann zu schlechten Schlafgewohnheiten führen.

Diese Beschwerden können den Säugling reizbar und/oder unruhig werden lassen. Die meisten Kinder wachsen aus den Ess- und Verdauungsproblemen heraus, doch Schlafstörungen und das unruhige Verhalten können viele Jahre andauern. Diese ständige Sucht nach Aktivität kann zu Verhaltensproblemen führen, wie z.B. Hyperaktivität.

Das hat Auswirkungen auf die schulische Leistung. Das Schulkind hat Mühe still auf der Schulbank zu sitzen. es ist unfähig sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Das kann seine Lernfähigkeit beeinträchtigen. Das Immunsystem ist oft erschöpft, so dass das Kind unter häufigen Infektionen leidet, Ohreninfektion sind auf Grund der schlechten Dränage des Mittelohrs häufig ein Problem.

Bei einer starken, nicht aufgelösten Geburtskompression treten in der Regel ab einem Alter von etwa 7 Jahren Kopfschmerzen auf, da die Schädelknochen jetzt voll entwickelt sind und der Schädel die Spannungsmuster nicht mehr so leicht ausgleichen kann.

Eine Kompression und eine daraus resultierende geringere Beweglichkeit bestimmter Schädelknochen, können die Hypophyse in ihrer Funktion einschränken Hormonstörungen und Wachstumsverzögerungen oder schmerzhafter Menstruation bei Mädchen können die Folgen sein. Auch körperliche Probleme wie Rückenschmerzen können auf Grund eines Geburtstraumas zu einer schlechten Haltung führen.

Eine nicht aufgelöste Geburtskompression kann zu einer Asymmetrie der Gesichtsknochen und zu Unregelmässigkeiten in der Entwicklung des Gebisses sowie zu mangelndenmPlatz für die Zähne führen.

Regelmässige osteopatische Behandlungen in Verbindung mit Kieferbehandlungen können diese Problematik verringern und die für die Gebisskorrektur notwendige Zeit verkürzen.

Dieses Beispiel macht deutlich, warum die Osteopathie bei einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Beschwerden bei Kindern hilfreich sein kann.

Wirksamkeit

Eine osteopathische Behandlung kann dazu beitragen, dass Säuglinge zufriedener und ruhiger werden, dass Verhaltensauffälligkeiten und Schlafstörungen bei kleinen Kindern bessern. Das Auftreten von Konzentrationsproblemen und Lernstörungen in Schulalter und noch vieles mehr sind Ansatzpunkte für eine osteopathische Untersuchung und Behandlung.

Behandlung

Die osteopatische Behandlung beinhaltet:

  • Befragung:  Bei Säuglingen geht das über die Eltern
  • Untersuchungen: Klinische und osteopathische
  • Osteopathische Behandlung
  • Information und eventuell Heiminstruktion
  • Ein Gespräch mit den Eltern über Schwangerschaft, Geburt und aktuelles Verhalten von Säugling/Kleinkind/Schulkind.
  • Beobachtung von Verhalten zu motorischen und sensorischen Fähigkeiten.
  • Durch Palpieren/abtasten und feine behutsame Techniken behandeln wir Osteopathen nicht einfach die Symptome, sondern versuchen das strukturelle Ungleichgewicht im ganzen Körper aufzulösen, damit der Körper wirksamer funktionieren kann.

Das Kind wird zufrieden und entspannt und wird in die Lage versetzt, sein Potenzial vollständig zu entfalten. Ein entspanntes und zufriedenes Kind ist besser in der Lage mit der Anforderung und Herausforderungen des Lebens fertig zu werden, sei es bei den normalen Entwicklungsschritten oder bei besonderen Ereignissen wie Stürze, Unfälle oder Krankheiten. Viele Kinder profitieren von einer regelmässigen osteopathischen Behandlung.

Faktoren die zu Bewegungseinschränkungen führen

Kräfte die von aussen einwirken:

  • Unfälle (Stürze, Zerrungen, Misstritte, externe Kräfte,...)
  • gewisse Gewohnheiten oder Verhaltensweisen

Körpereigene Einfüsse:

  • kraniale Dysfunktionen
  • Krankheiten des Auges / Ohres
  • Wachstum des Schädels im ersten Jahr
  • Skoliose (Wirbelsäuleverkrummung)

Ziel des Osteopathen

  • Erkennen und behandeln von Einschränkungen der Mobilität (Beweglichkeit) der anatomischen Strukturen.
  • Hauptziel ist es letztendlich die Gesundheit des Kindes und der Familie zu fördern und zu unterstützen.